Die Vorfreude auf unseren diesjährigen Knochenwärmer war riesengroß!
Bereits ab dem 22.04. wurde fleißig in der eingerichteten WhatsApp-Gruppe geschrieben. Es ging erst einmal um die Beilagen zum Essen. Aber die Frotzeleien und Witzchen wurden immer mehr.
Das Wetter wurde hervorragend angesagt und so traf es auch ein. Siehe Wetterkontor:
45 Personen waren in manage2sail über unsere Webseite angemeldet. Wir waren aber mehr. Einige waren ohne Boot und es waren auch Besucher ohne Anmeldung dabei. Letztendlich waren 26 Seggerlinge am Müritzufer. – Die Klasse lebt!
Familie Kummer war mit der 140 und 346 als erste am 24.04. angereist. Dicht darauf folgten Peter und Ben, gefolgt von Andreas.
Die ersten drei Teams waren also angekommen. Da ich nicht schon wieder schreiben wollte, konnte ich also starten. Am Montag mit dem Auto und Hänger um die Müritz fahren, auftakeln und eine schöne Runde segeln. Gesagt, getan. Zum Glück hatte ich nette Begleitung auf dem Wasser. Abends musste ich aber wieder fahren, da ich Dienstag und Mittwoch noch Termine hatte. Kommentar von Wolfgang: „Rentner haben niemals Zeit“.
Am Donnerstag bin ich dann mit dem Motorboot angereist. Als ich mich den Seggerlingen auf dem Wasser näherte, schauten einige Segler skeptisch, was der Motorbootfahrer will und ob er Vorfahrt gibt. Dabei wurden nur ein paar Fotos geschossen und „Hallo“ gesagt. Im Bolter Kanal konnte ich dann in der Kajüte schlafen und mich mit Essen versorgen. Fast alle Seggerlingsegler waren jetzt da. Abends waren fast 30 Personen in der Gaststätte, die schnell und in guter Reihenfolge das Essen serviert bekamen. Andere waren in Gruppen an den Bungalows oder Sonnenuntergang am Strand schauen.
Freitag war der 1. Mai und Feiertag. Rasmus hat da mitgemacht und sein Schnarchen brachte nur Leichtwind. Beim Segeln ergriff Marc seine zweite Chance und überholte auch hier Jörn! Allerdings fuhr Marc mit dem Motorboot. Das erste Mal hatte er ihn auf der Autobahn mit dem Auto überholt.
Das warme ruhige Wetter wurde dann zum Leichtwindsegeln, Kentertraining (Foto: Marc), Kajakfahren, Wandern, Fahrrad- und Wakeboardfahren genutzt.
Heute sollte der Klassenabend stattfinden. Thomas war vormittags segeln und ist nachmittags nach Templin gefahren und hat die Pute geholt! Und wie bei WhatsApp verabredet, hatten alle Teilnehmer etwas zu essen mitgebracht. Die Pute hat wieder super geschmeckt und alles andere auch. Danke an Thomas und die Seggerlinggemeinschaft!
Zu Beginn der Abendveranstaltung hat Präsident Peter die Veranstaltung eröffnet. Unser Sportwart Thomas hatte sich noch etwas für das Schreiben des Knochenwärmerberichtes ausgedacht. Da wir ein Geburtstagskind hatten (natürlich mit Happy-Birthday-Gesang), durfte Lennart die Glücksfee sein. Ein Korb mit allen Losen wurde gereicht und er zog die Nummer 336. Es gab erstmal Gelächter. Im ersten Moment habe ich gedacht, dass sie mich veräppeln wollen. Ich habe zwei weitere Lose geöffnet und meine Segelnummer 336 gerufen. Es waren aber andere Nummern und ich musste einsehen, dass ich der „Glückliche“ war. Nach einem Bierchen habe ich mich dann auch wieder beruhigt. Lange haben wir draußen zusammen gesessen und erzählt. Es wurde langsam kühler und nach und nach ging es dann in die jeweilige Unterkunft. Um Mitternacht haben die Letzten den Platz verlassen. Es war ein schöner Abend!
Am Samstag war Rasmus dann wieder aktiv und hat uns einen schönen Segeltag geschenkt. Auch Dirk war daran beteiligt. Er hat die Initiative ergriffen und uns eingeladen zur Hochzeit der Tochter seiner Kollegin ans Südwestufer der Müritz zu segeln. Wir haben es geschafft, mit 18 Booten gemeinsam nach Zielow (Haus Heinz) zu fahren. Nach Begrüßungsgetränk, netten Gesprächen und Wünschen für das junge Glück wurde mit achterlichem Wind die Heimfahrt angetreten (Fotos: Andreas). Am Bolter Kanal angekommen, haben einige das herrliche Segelwetter genutzt, sind nicht an den Strand sondern weiter gesegelt.
Der Samstag klang dann in kleineren Gruppen und beim Sonnenuntergang aus. Mehrere Fotos wurden gepostet und Dörte schrieb, dass Guido der Gewinner ist (Foto). Ben und seine Freundin Anna haben den sundown sogar vom Seggerling aus genossen.
Am Sonntag blies wieder wenig Wind. Windfinder hat das Einsetzen des Windes immer weiter nach hinten verschoben. Das hat einige bewogen, die Boote zu packen und etwas früher als geplant abzureisen. Es gab also kein Gehetze oder Stress. Eine nette Überraschung war der Besuch von Jüs und Dörte! Es war schön, euch wieder zu sehen und mit euch zu reden.
Katrin und ich sind dann mit dem Motorboot bei spiegelglattem See losgefahren. Gegen 14:00 Uhr hat sich dann der Wind mit einer leichten 2 eingestellt. (17 km bis in den Warener Seglerverein)
Am Montag war ich wieder mit dem Auto da. Es sollte ein schöner Segeltag werden. Nicht so viel Sonne, dafür aber guter Wind und Welle. Kurz nach 10:00 Uhr sind Bernd und ich mit dem Seggerling und Tilo und Marc mit dem Katamaran nach Klink gesegelt. 14,5 km Luftlinie – auf (einer Arschbacke) – auf einem Bug. Etwas über 2 Stunden haben wir gebraucht. Ich musste am Strand vor Schloss Klink mein Vorstag nachziehen, weil der Baum schon so weit runter gekommen war, dass ich beim Wenden kaum noch unter dem Baum gekommen bin. Für die Rücktour haben wir etwas mehr Zeit gebraucht, weil der Wind etwas schwächer wurde.
Zurück wurden wir von Doris mit Kaffee und Kuchen empfangen. Nach der Pause habe ich mein Boot gepackt und den letzten Seggerlingsegler verlassen. Bernd bleibt noch ein paar Tage auf dem Campingplatz.
Es waren schöne Knochenwärmer! Danke an alle, die dabei waren. Danke an alle, die Essen gemacht haben. Danke für das Reinigen des Strandes und den Service vom Müritz-Paradies. Danke für die Organisation vor allem an Thomas!